Bisher veröffentlichte 'orientrote' Baureihen:
101, 109, 110.1, 110.2, 110.3, 111, 112.0, 120, 140/1, 140/2, 140/3, 140/4, 140/5, 141, 142, 150, 151, 155, 171 und 181
In die Auflistung der 'orientroten' Baureihen habe ich nachträglich meinen Beitrag zu den 'eintönigen' 112.0 aufgenommen, der bereits vor über drei Jahren erschien. Er enthält die fünf Loks dieser Baureihe, bei denen auch der Rahmen orientrot lackiert war, also der gesamte Lokkasten bis auf die 'Lätzchen' in einer Farbe. Konsequenterweise werden in dieser Beitragsreihe letztlich nicht die anderen orientroten 112er (.0 und.1) mit schwarzem Rahmen erscheinen.
Als vorletzte orientrote Ellok-Baureihe, die mal mit den Endziffern '1' und '2' in der Baureihennummer versehen waren, folgt daher nun die Baureihe 142 (ex DR 242, ex E 42). Gewertet werden nur die 292 'originalen' Loks (ohne 142.3). Hier habe ich 17 Loks gefunden, die orientrot lackiert wurden. Eine davon, 142 103, war bei revisionsdaten.de noch nicht als 'rw' verzeichnet, als ich die Auswertung begann. Das wäre mir fast nicht aufgefallen, weil ich von dieser Maschine erst nach ihrer Rückkehr aus der Schweiz selbst ein Foto machen konnte.
Ähnlich wie bei der Baureihe 155 gab es auch bei der Baureihe 142 die Varianten der Kontrastfläche an den Führerständen ausgebildet als traditionelles DR-'Bälkchen' oder als 'Lätzchen', wie es die Bundesbahn schon 1987 mit 218 287 einführte. Während bei der Baureihe 155 bereits ab Oktober 1992 die 'Lätzchen'-Variante übernommen wurde und die Baureihe 109 nicht davon betroffen war, geschah dies bei der Baureihe 142 erst nach Gründung der DBAG 1994 und betraf somit nur die letzten 4 der 17 Loks. Interessant wäre, ob 142 005 und 103 noch mit Magerkeksen beklebt wurden. Ergänzende Fotos sind daher - zu diesen beiden und auch zu den anderen Loks - ausdrücklich mit bestem Dank im Voraus erwünscht!
Bälkchen-Variante (13 Stück): 142 005, 103, 105, 120, 123, 146, 169, 173, 177, 187, 249, 250 und 280.
'Lätzchen'-Variante (4 Stück): 142 019, 124, 248 und 255.
Da bei der 'Lätzchen'-Variante die Betriebsnummern an den Führerstandsfronten oberhalb des Trittrostes angebracht wurden und auch die übereinander liegenden Frontlampen das verfügbare 'Lichtraumprofil' begrenzten, waren die 'Lätzchen' bei der Baureihe 142 ungewöhnlich klein in der vertikalen Ausdehnung, identisch zur Baureihe 171. Während diese vier 142er sowie nachträglich 142 249 die seitlichen Betriebsnummern und Magerkekse mittig auf dem Lokkasten trugen, waren bei den 'Bälkchen'-Loks zum einen die seitlichen Betriebsnummern unten auf dem Lokkasten hinter der jeweils rechten Führerstandstür angebracht (vgl. Baureihe 109). Bei den seitlichen Magerkeksen gab es hingegen teilweise jeweils nur einen gegenüber der Betriebsnummern, also vor der jeweils linken Führerstandstür, als auch je zwei pro Seite in leicht variierender Höhe zwischen den Führerständen und Lüftungsgittern, dort wo bis 1994 das 'DR' aufgeklebt war.
Nur der Verschrottungsmonat ist von 142 019, 105, 120, 123, 124, 146, 169, 173, 248, 250 und 280 bekannt. Das Verschrottungsdatum von 142 005 ist unbekannt. Da es noch 1994 stattgefunden haben soll, kommen nach der Ausmusterung nur die Monate November und Dezember 1994 in Frage. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde auch 142 177 verschrottet. Hier muss das Ausmusterungsdatum als letzter Sichtungszeitpunkt herhalten. Nur zwei hier betrachtete 142er sind erhalten geblieben: die 142 103 als WAB 70 abgestellt in Meyenburg sowie die 142 255 immer noch orientrot als DBAG-Museumslok in Halle (Saale). Wegen der frühen Verschrottung von 142 005 existierten nur wenige Monate zeitgleich alle 17 orientroten 142er.
Nun noch ein kleiner Statistik-Block, wegen der geringen Anzahl der betroffenen Loks nicht ganz so umfangreich. Die Daten habe ich revisionsdaten.de entnommen, vielen Dank dafür!
Umlackierungen in rw:
1992: 8
1993: 5
1994: 4
Erste rw: Januar 1992 (142 250)
Letzte rw: April 1994 (142 255)
Summe rw: 17 Loks (6 %, alle nach rt)
Erste rw ++: November/Dezember (?) 1994 (142 005)
Letzte rw ++: August 2000 (142 280)
1994 rw ++: 1 (142 005)
1999 rw ++: 10
2000 rw ++: 4 (142 173, 248, 250 und 280)
Summe rw ++: 15 Loks
Kürzeste rw: 18 Monate (142 103)
Längste rw: 101 Monate (142 280)
Durchschnitt rw: 71 Monate (ohne 142 255)
Abkürzungen:
rw = orientrot/weiß
rt = bordeauxrot
++ = verschrottet
Nr. 1: 142 005 - rw von Februar 1992 (Nr. 3) bis ++ November 1994 (Nr. 1) = 32 Monate (Platz 16)
Gezeigt habe ich das nachfolgende Bild schonmal: Link (letztes Bild)
(Bild 1) Dieses Bild der 142 005 mit dem N 14930 bei der Einfahrt in Zwickau Hbf ist leider mein einziges Bild dieser Lok. Sie ist gleichzeitig auch die einzige orientrote 142 der Ausführung mit vier paarweise je Seite angeordneten Lüftungsgittern, die in der Balken-Variante lackiert wurde. Während ich die abgestellte 143 033 sogar nochmal einzeln aufnahm, habe ich mir nicht die Mühe gemacht, ans andere Bahnsteigende zu eilen, um 142 005 nochmal formatfüllend zu fotografieren:

Nr. 2: 142 019 - rw von März 1994 (Nr. 15) bis ++ September 1999 (Nr. 11) = 66 Monate (Platz 14)
(Bild 2) 142 019 war die einzige orientrote 142 der ersten Serie mit Doppel-Lüftungsgittern. Ab E 42 023 wurden je Seite sechs Einzel-Lüftungsgitter verbaut. Hier durchfährt 142 019 mit einem kurzen Güterzug den Bahnhof Eilenburg:

Nr. 3: 142 103 - rw von November 1993 (Nr. 13) bis rt Mai 1995 (Nr. 2) = 18 Monate (Platz 17)
Die Lok ist ganz schön 'herumgekommen': DR E 42 103 => DR 242 103 => DR 142 103 => DBAG 142 103 => SOB Ae 476 465 => MThB Ae 477 910 => SBB Ae 411 011 => WAB 70. Abgestellt sein soll sie in Meyenburg; in welchem Aussehen, konnte ich nicht herausfinden.
(Bild a) 142 103 ist die einzige mir 'fehlende' orientrote 142. Ich habe sie erst erwischt, als sie aus der Schweiz in einem langen Lokzug zurückgekehrt war und im Bw Altenbeken auf Aufarbeitung wartete. Der Grundton ist zwar rot (mit Stoos-Werbung), aber leider nicht orientrot:

Nr. 4: 142 105 - rw von Februar 1992 (Nr. 2) bis ++ Juni 1999 (Nr. 3) = 87 Monate (Platz 5)
(Bild 3) 142 105 hält mit der RB 5410 im unteren Bahnhofsteil von Falkenberg (Elster). Links 202 674:

(Bild 4) Ohne ihren Kupplungshaken am Führerstand 2 war 142 105 zu dem Zeitpunkt bereits seit zwei Monaten ausgemustert mit weiteren 142ern und 232ern im Bw Magdeburg Hbf abgestellt:

Nr. 5: 142 120 - rw von Dezember 1992 (Nr. 8) bis ++ August 1999 (Nr. 9) = 79 Monate (Platz 9)
(Bild 5) Um 142 120 rankte sich m. W. ein Rechtsstreit mit der DBAG, die die Lok einfach verschrotten ließ, statt sie ihrem rechtmäßigen Erwerber zu übergeben (Erfurt Hbf):

Nr. 6: 142 123 - rw von Februar 1993 (Nr. 10) bis ++ Juli 1999 (Nr. 4) = 76 Monate (Platz 11)
(Bild 6) 142 123 zusammen mit 142 136 und 140 819 im Bw Seddin:

Nr. 7: 142 124 - rw von März 1994 (Nr. 16) bis ++ Juli 1999 (Nr. 4) = 63 Monate (Platz 15)
(Bild 7) 142 124 vor 140 715 im Bw Magdeburg-Rothensee:

Nr. 8: 142 146 - rw von September 1992 (Nr. 6) bis ++ Juli 1999 (Nr. 4) = 81 Monate (Platz 6)
(Bild 8) 142 146 zwischen 142 239 und 231 im Bw Dresden-Friedrichstadt:

Nr. 9: 142 169 - rw von September 1993 (Nr. 12) bis ++ Juli 1999 (Nr. 4) = 69 Monate (Platz 13)
(Bild 9) 142 169 neben 346 726 im Bw Seddin:

Nr. 10: 142 173 - rw von September 1993 (Nr. 11) bis ++ Mai 2000 (Nr. 13) = 80 Monate (Platz 7)
(Bild 10) 142 173 vor 155 198 und neben 346 919 im Bw Nordhausen:

Nr. 11: 142 177 - rw von Dezember 1992 (Nr. 7) bis ++ August 1999 (Nr. 9) = 79 Monate (Platz 8)
(Bild 11) 142 177 im Bw Dresden-Friedrichstadt:

Nr. 12: 142 187 - rw von Januar 1993 (Nr. 9) bis ++ Juli 1999 (Nr. 8) = 78 Monate (Platz 10)
(Bild 12) Aus dem ausfahrenden IR 2668 fotografierte ich die im unteren Bahnhofsteil von Dresden Hbf abgestellte 142 187:

Nr. 13: 142 248 - rw von Februar 1994 (Nr. 14) bis ++ Mai 2000 (Nr. 13) = 75 Monate (Platz 12)
(Bild 13) Im Fahren auf Sicht rücken 142 004 und 248 zu neuen Leistungen aus dem Bw Stendal aus:

Nr. 14: 142 249 - rw von Mai 1992 (Nr. 5) bis ++ Oktober 1999 (Nr. 12) = 89 Monate (Platz 4)
(Bild 14) 142 249 im Bw Falkenberg (Elster). Man erkennt noch, dass die Lok vorne links mit einem Keks und hinten rechts mit der Betriebsnummer beklebt war. Inzwischen ist beides mittig unter dem Seitenfenster angebracht worden, außerdem noch abweichend ein Frontkeks:

Nr. 15: 142 250 - rw von Januar 1992 (Nr. 1) bis ++ Mai 2000 (Nr. 13) = 99 Monate (Platz 3)
(Bild 15) 142 250 hatte kurz zuvor aufgebügelt, um die nächste Leistung zu bespannen; wegen möglicher Vereisung der Fahrdrähte im Bw-Bereich von Sangerhausen mit beiden Pantographen:

Nr. 16: 142 255 - rw von April 1994 (Nr. 17) bis heute (Nr. 17) = 352 Monate (Platz 1)
Neben 142 103 ist von den orientroten 142ern nur noch diese Lok erhalten geblieben. Dafür scheint der Erhalt allerdings gesichert (DB-Museum Halle/S.).
(Bild 16) Die heutige Museumslok 142 255 wartet im Bw Magdeburg-Rothensee auf nächste Einsätze. Links 155 016:

Nr. 17: 142 280 - rw von März 1992 (Nr. 4) bis ++ August 2000 (Nr. 16) = 101 Monate (Platz 2)
(Bild 17) 142 280 im Bw Falkenberg (Elster):
