Beitrag 04-3709

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Datum/Uhrzeit: 18.01.2024 19:26
Titel: Auffälligkeiten an der Baureihe 143, Teil 1 (18 B.)

Mir sind ein paar äußerliche Unterschiede zur 'Standard'-Ausführung an Loks der Baureihe 143 aufgefallen. Ich habe die mal in vier Kategorien eingeteilt und ausgewählte Fotos eingestellt. Diese Aufstellung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sicherlich habe ich bei meinen Fotos auch die eine oder andere Lok übersehen. Es sind sicherlich noch weitere Variationen und viel mehr Loks vorhanden. Die Fotos bei br143.de habe ich nicht durchgesehen.

Kategorie I: Steckdose

Ursprünglich trugen alle 143er eine Steckdose für Datenübertragung durch den Zug mittig unter dem oberen Spitzenlicht. Ob von Anfang an von 'UIC-Steckdose' gesprochen werden kann, weiß ich nicht. Um die Erreichbarkeit dieser Steckdose über den rechts vorne an der Pufferbohle angebrachten Aufstieg und den dafür vorgesehenen ebenfalls rechtsseitigen Haltegriff zu verbessern, wurde die Steckdose später (ab wann?) rechts vom oberen Spitzenlicht angebracht und das mittige Loch verschlossen. Ab Ende der 90er Jahre wurde insbesondere bei der Umlackierung in Verkehrsrot eine zweite UIC-Steckdose je Führerstand - halbwegs symmetrisch angeordnet zu der vorhandenen - ergänzt, um auch die Erreichbarkeit von links zu verbessern, was allerdings nur von Bahnsteigen aus keine gefährlichen Klettermanöver erforderte.

Ich habe ein paar Fotobeispiele mit unterschiedlichen Formen und Farben zusammengestellt. Technisch kann ich nichts zum Umfang der Funktionalität der Steckdosen beisteuern.

(Bild 1) Die Urmutter aller 'Ladys' (143 001) scheint mir nach 17 Jahren immer noch die ursprüngliche, jetzt weiß lackierte Steckdose zu besitzen (Halle Hbf):

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(Bilder 2 und 3) Am selben Tag kann der Unterschied zwischen altem und neuem Anbringungsort der Steckdosen an 243 003 und 018 im Bw Halle P studiert werden. Bei 243 018 wurde die originale, rot lackierte Steckdose wahrscheinlich anlässlich der E6 vom 22.05.91 an die neue Position versetzt:

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(Bilder 4 und 5) Ebenfalls am selben Tag je ein Beispiel von unlackierten originalen Steckdosen mit altem und neuem Deckel an 143 091 und 046 im Bw Magdeburg Hbf:

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(Bild 6) 143 014 rollt Lz durch Reichenbach ob. Bf. Das Loch der alten Steckdose wurde behelfsmäßig verschlossen und überlackiert:

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(Bild 7) 143 090 besaß kurz vor ihrer Umlackierung im AW Dessau (E3 14.10.96) zwar schon eine neue Steckdose, das Loch der alten Steckdose war aber unverschlossen (Bw Maschen Rbf):

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(Bild 8) Ob an 143 281 im Bw Engelsdorf die alte Dosenöffnung verschlossen war, lässt sich nicht genau erkennen. An dem anderen Führerstand war zum selben Zeitpunkt jedenfalls alles in Ordnung:

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(Bilder 9 und 10) Im Abstand von fünf Jahren sehen wir beide Male die neue Position der Steckdose an 143 098, allerdings einmal die alte 'filigrane' im Bw Magdeburg-Buckau und einmal die neue 'klobige' Version in Magdeburg Hbf:

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(Bild 11) Offen steht in Halle (Saale) Hbf der Steckdosendeckel an 143 139:

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(Bild 12) Einen gelben Deckel - evtl. eine Dresdener Spezialität - besitzt die Steckdose an 143 319 in Leipzig Hbf:

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(Bild 13) Die UIC-Steckdosen in doppelter Ausführung dürften mit der Baureihe 101 erstmals 1996 in Erscheinung getreten sein. Bei der Baureihe 143 weist mein erstes Foto einer verkehrsroten 143 (921) im Bw Gremberg nur eine Steckdose je Führerstand aus, allerdings war die Lok bereits mit 'Rechteckpuffern' versehen:

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(Bild 14) Während z. B. 143 571 (Bild d) im Mai 1998 bei der Umlackierung von Orientrot in Verkehrsrot nur jeweils eine Steckdose behielt, fuhr mir im selben Zeitraum 143 949 bereits mit zwei im Streiflicht glänzenden Steckdosen an der Hohenzollernbrücke in Köln vor die Kamera:

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(Bild 15) 143 591 mit 'Rundpuffern' - hier neben 143 122, die in einem weiteren Teil noch eine Rolle spielen wird - wurde ebenso wie 143 571 nicht sofort mit einer zweiten Steckdose beglückt (Bw Leipzig Hbf):

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(Bilder 16 und 17) Im AW Dessau gab es wohl auch eine Übergangszeit bei der Umstellung von einer auf zwei Steckdosen. Ob das von bestimmten Baureihen und deren Ausrüstungs- bzw. Einsatzvarianten abhing, weiß ich nicht. So waren bei den frisch verkehrsrot lackierten 143 151 und 111 220 die Steckdosen bereits doppelt ausgeführt, während bei 111 145 zum selben Zeitpunkt und Anlass (HU mit Neulackierung) erstmal auf die zweite Steckdose verzichtet wurde:

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(Bild 18) Zum Schluss noch ein Foto von 143 955 in Halle (Saale) Gbf im Bw Sangerhausen (danke an 'Huhn'). Nichts Besonderes, kommt sie allerdings noch in einem der weiteren Teile mit einem hier nicht mehr vorhandenen Merkmal vor, dessen Entfall wohl mit der Umsetzung der Steckdose an den neuen Standort zusammenfiel:

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