Beitrag 04-3776

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Datum/Uhrzeit: 01.03.2024 15:07
Titel: Auffälligkeiten an der Baureihe 143, Teil 5 (19 B.)

Mir sind ein paar äußerliche Unterschiede zur 'Standard'-Ausführung an Loks der Baureihe 143 aufgefallen. Ich habe die mal in vier Kategorien eingeteilt und ausgewählte Fotos eingestellt. Diese Aufstellung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sicherlich habe ich bei meinen Fotos auch die eine oder andere Lok übersehen. Es sind sicherlich noch weitere Variationen und viel mehr Loks vorhanden. Die Fotos bei br143.de habe ich nicht durchgesehen.

Kategorie IV - Sonstiges:

In diese Kategorie fällt alles, was irgendwie aus der Reihe tanzt. Dabei ist das eine rein subjektive Sichtweise und weil ich Alleinstellungsmerkmale der gesichteten Loks, ggf. auch in Verbindung mit bereits gezeigten Auffälligkeiten der anderen drei Kategorien, nicht in die vier vorherigen Teile einbringen kann und will. Die Erläuterungen zu den einzelnen 'Auffälligkeiten' bringe ich entsprechend auch nur in den Fototexten unter.

Ich hätte da noch mehr Bilder von 'auffälligen' 143ern, die ich aber bereits an dieser Stelle gezeigt habe. Deswegen hier nur die Verlinkungen darauf:

143 338 (bordeauxrot) und 241 (S-Bahn) auf Hilfs-Drehgestellen im AW Dessau: Link
143 552 (bordeauxrot) mit 'DR' und seitlichen 'Magerkeksen' jeweils rechts unter den Führerstandsseitenfenstern (durch Martin entdeckt und von mir nachträglich eingefügt): AEG-Variante ausgeführt sein müssen): Link (Bild 73, linke Seite). Die jeweils rechte Seite ist mit frischer S-Bahn-Lackierung hier und ein Jahr später hier zu sehen.

(Bilder 1 und 2) Üblicherweise wurden die Angaben zu Direktion und Bahnbetriebswerk auf den Rahmen von Lokomotiven aufgeklebt. Bei 143 083 und 221, ähnlich auch bei 143 128, sind die seinerzeit aktuellen Aufschriften 'GB Traktion' und (Bh) 'Magdeburg' auf dem umlaufenden weißen Trennstreifen zu erkennen (Bw Osnabrück und Bw Gremberg):

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(Bild 3) Bei 143 140 ist die Betriebsnummer zumindest an Führerstand 2 nach dem Verlust des früheren Nummernschildes (die sechs Schraublöcher sind noch zu erkennen) vermutlich mit Klebeziffern auf dem weißen Trennstreifen angebracht worden. Die seitlichen Betriebsnummern sind auf den Rahmen gerutscht (s. a. Teil 2). Zusätzlich trägt die Lok Aufkleber des '3-Löwen-Taktes' (Bw Crailsheim):

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(Bild 4) Ähnlich verhält es sich bei 143 948, nur dass diese Lok zusätzlich noch einen 'Magerkeks' am Führerstand trägt (s. a. Teil 4), der vom Platzbedarf her mit der alten UIC-Steckdose (s. a. Teil 1) und dem weißen Trennstreifen konkurriert (Bw Gremberg):

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(Bild 5) Dieses vermutlich mit Klebeziffern versehene Metallgussnummernschild der 143 143 war einst unzweifelhaft an '243 154-2' befestigt. Die erhabenen Metallziffern aus aufgenietetem Aluminium fielen wurden zu diesem Behuf wahrscheinlich abgeschliffen nach dem Wegmeißeln der Nietköpfe auf der Rückseite des Schildes einfach ab (Halle-Nietleben):

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(Bilder 6 und 7) Im Bw Engelsdorf steht 143 188, die auffällig breite Abstände der dem Bindestrich benachbarten Zahlen aufweist. Bei der 143 200 in Großkorbetha sieht es ähnlich aus, wenn auch nicht ganz so extrem:

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(Bild 8) Im Nachhinein habe ich auch dieses überbelichtete Foto der 143 801 im AW Dessau eingesetzt. Weniger wegen der ähnlichen Frontnummerngestaltung zu den beiden vorherigen Loks, sondern eher wegen den wahrscheinlich nur noch für den Werksverschub einsetzbaren 143er-Drehgestellen (es sind jedenfalls nicht die Originaldrehgestelle). Die Lok brannte am 07.08.98 in Königslutter aus:

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(Bilder 9 und 10) Bei 143 196 und 303 hingegen sind es die auffallend großen und anscheinend auch in einer unüblichen Schrifttype gehaltenen Betriebsnummern an den Führerständen, während die seitlichen Betriebsnummern auf Metallgussschildern 'normal' aussehen (Bw Berlin-Rummelsburg und Berlin Hbf):

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(Bilder 11 und 12) Bei meiner ersten Besichtigung des Raw Dessau sollte ich eigentlich die am 26.06.91 in Coschen verunfallte 243 296 nicht fotografieren. Deswegen ist dieser Notschuss auch ein bisschen unscharf geworden:

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In der Maximalvergrößerung kann man die notdürftig aufgemalte seitliche Betriebsnummer anstelle des Metallgussnummernschildes trotzdem kaum entziffern:

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Der Unfallgegner von 243 296 war die ebenfalls anwesende 243 622. Ein Bild während der Verschrottung dieser Lok habe ich bereits hier (3. Bild) gezeigt. Schön groß mit weißer Lackfarbe war die Betriebsnummer zumindest am Führerstand 1 aufgepinselt worden:

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(Bild 13) In der gewohnten Zifferngröße, aber diesmal mit schwarzem 'Edding' (?) erhielt 143 346 ebenfalls im Raw Dessau die Betriebsnummer anstelle des wahrscheinlich sichergestellten Metallgussnummernschildes am Führerstand 1 aufgemalt:

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(Bild 14) Hingegen wurde vielleicht nur ein Finger schwarz, um im Raw Dessau am Führerstand 2 die Betriebsnummer 143 350 freizuwischen. Ich erkenne allerdings nur die fast so gleichmäßig wie Klebeziffern aussehende Ordnungsnummer '350', was jedoch reicht, um die Lok identifizieren zu können. Die leicht abgeknickte Pufferbohle ist allerdings kein Überbleibsel ihres Aufstoßes vom 30.10.88 in Wittenberge, sondern rührt von einem späteren Unfall her (vielleicht noch als 243 350 nach Oktober 1991):

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(Bild 15) Aufgrund des Rückgangs im Güterverkehr nach der Wende waren etliche DR-Elloks vorübergehend arbeitslos geworden, darunter auch die ohne Schilder im Bw Dresden-Friedrichstadt abgestellte und von Frank Glaubitz fotografierte 243 355:

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Die 'Auffälligkeit' erkennt man nur in der Vergrößerung - die Ordnungsnummer '355' wurde hier anstelle des seitlichen Metallgussschildes aufgepinselt (keine Kreide!). Ähnlich erging es auch 243 359 sowie evtl. 243 356 und 368, bei den beiden aber nur auf der von Frank nicht fotografierten Lokseite:

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(Bild 16) Im Vorgriff auf die zwei Monate später erfolgte Umlackierung der 143 647 wurden bereits die seitlichen 'Magerkekse' abgelöst. Die Lok mit bereits zwei UIC-Steckdosen je Führerstand dürfte allerdings mit ihrer ehemaligen, seit fast zehn Jahren nicht mehr gültigen Eigentümerkennzeichnung nicht mehr vor dem Einrücken ins AW Dessau im Betriebseinsatz gewesen sein:

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(Bild 17) 143 922 war knapp fünf Jahre an die schweizerische Südostbahn (SOB) vermietet, auch schon als 243 922. So fotografierte Frank Glaubitz die Lok mit ihren speziellen SOB-Aufklebern (s. a. Teil 2, Bild 21) und Schweiz-typisch mit nur einem Einholmstromabnehmer in Einsiedeln. Sowohl der Stromabnehmer mit schmalem Schleifstück als auch die Puffer mit ihren ungewöhnlich geformten Tellern sehen nicht deutsch aus. Durch diesen mehrjährigen Einsatz außerhalb Deutschlands über jeweils zwei Betriebsnummern bzw. Eigentümer hinweg erhielt die Lok in der Schweiz 1992 zwar die Betriebsnummer '143 922-3', aber 1994 noch keine 'Magerkekse', sondern behielt ihre 'DR'-Signets:

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(Bild 18) Im Nachhinein aufgefallen ist mir erst für den fünften Teil dieses Bild der in Köln Hbf einfahrenden 143 953. Bezüglich der ungewöhnlichen Positionierung der Front-Betriebsnummer hätte es eigentlich auch in den Teil 3 gepasst. Für den fünften und letzten Teil dieser Serie passt aber sowohl die nun möglich gewordene Verlinkung auf jeden der vorherigen vier Teile sowie die außergewöhnlich kleinen Klebeziffern am Führerstand 2:

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(Bild 19) Zu guter Letzt möchte ich dieses eigentlich 'unauffällige' Bild der frisch verkehrsrot lackierten 143 927 im Werk Dessau zeigen. Nicht so oft hat man die Gelegenheit, eine gänzlich 'nackte' Lok fotografieren zu können:

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