Meine Recherchen zu 110 121 anlässlich dieses Beitrags waren zu aufwändig, als dass sie dort unkommentiert versauern sollen. Deshalb habe ich den Text dort extrahiert und hier in einen eigenen Startbeitrag mit zusätzlichen Informationen und Bildern im Rahmen meiner vom Niederrheiner 'geklauten' Serie überführt.
Jemand schrieb als Antwort zum verlinkten Ursprungsbeitrag:
Die E10 121 fuhr in dieser Form recht lange. Ich habe sie so noch im Februar 1995 in Köln Hbf fotografiert.
Die 'Reko' an 110 121 hat ja mehrere Jahre gedauert. Leider habe ich die Lok zwischen 1986 und 1995 nicht selbst vor die Linse bekommen.
Vor der U3 von 1974 sah 110 121 wahrscheinlich noch 'ganz normal' aus: Link (ehemals 12. Bild)
Bis zur nächsten U2 von 1982 sah die Lok so aus: Link (Bild 6)
Also beidseitig noch mit Trittrosten und Handumläufen, aber bereits UIC-Stirnwandaufstiegen, Klatte-Lüftungsgittern und -Seitenfenstern sowie unten liegende Führerstandsziffern (letztere vier Zutaten mindestens seit 1976 so, wenn nicht schon seit der HU). Zum Zeitpunkt der 74er-HU behielt die Lok allerdings noch Schiebefenster und obenliegende Führerstandsziffern. Dazu hat mir Joachim Biemann zwei Fotos zur Verfügung gestellt, das letzte mit Schiebefenster stammt vom März 1977. Ich frage ihn noch an, ob er sie hier ergänzen möchte.
Mein erstes Foto der 110 121 zeigt die Lok im Bw Köln-Deutzerfeld fünf Monate vor ihrer U2, folglich noch mit Zurüstteilen an beiden Führerständen:

Die ursprünglichen Zurüstteile an Führerstand 2 hielten sich allerdings tatsächlich nur bis zur U2 von 1982. Danach war sie dort neulackiert und 'blank', trug aber bereits im Februar 1983 (also wahrscheinlich schon seit der HU) einen Frontkeks: Link.
Das ist neben diesem für Kasten-Einheitselloks ohnehin frühen Frontkeks insofern bemerkenswert, als dass FS 1 bis zur HU 1987 die Zurüstteile be-, aber dort noch keinen Frontkeks erhielt. Dieser ist auf Bild 7 im verlinkten Beitrag von Günter T(scharn) zu sehen. Also hatte die Lok ein unterschiedliches Aussehen der Führerstände zwischen August 1982 und Januar 1987!
Zu D-Zugehren (D 2520 nach Venlo) kam 110 121 nach der 82er-HU. Der vordere Führerstand 1 wurde dabei wie erwähnt nicht angetastet, den FS 2 habe ich damals nicht beachtet (bei Köln-Bocklemünd):

Auf meinem letzten Bild der 110 121 vor ihrer Museumslokkarriere erkennt man zumindest, dass der Handumlauf an Führerstand 2 fehlt, wobei mir der Frontkeks dort wiederum nicht aufgefallen ist, sonst hätte ich vielleicht ein zweites Foto gemacht (Bw Köln-Deutzerfeld):

Belegt ist dieser Mischzustand allerdings durch zwei im Abstand von einem Jahr entstandene Fotos von 'Altbauelok' (zum ersten Beitrag hat er mir mitgeteilt, dass das Foto bereits 1986 entstanden ist): Link (20. Bild, FS 1 1986 ohne Keks) und Link (9. Bild, FS 2 1987 mit Keks)
Insbesondere der äußere Zustand kurz nach der E2 von 1992 wäre ist interessant zu sehen: Link (10. Bild, 'railroadwilli' hat mir das Bild zur Verfügung gestellt, vielleicht mag er es ja noch an diesen Beitrag anhängen?)
Wahrscheinlich war Er war aber so, wie ein Jahr später auch noch, also unverändert zum Zustand nach der HU von 1987: Link.
Nach 1993 erfolgte die langwierige Rückrüstung zur Museumslok, und das unabhängig von der HU 1997. Bereits im März 1994 waren die Klatte-Lüftungsgitter durch die ursprünglichen der Bauart 'Schweiger' ersetzt sowie erstmal nur seitliche Nummernschilder angebracht worden: Link.
Zwischen März und Juni 1994 wurden dann auch wieder an beiden Führerständen die Zurüstteile angebracht, die Frontkekse entfernt und die Führerstandsziffern rutschten (nicht historisch) auf den Rahmen: Link (Bild 16)
Zwischen Juni und August 1994 wurden die Klatte-Seitenfenster gegen Schiebefenster ausgetauscht und die Lok erhielt seitliche Gusskekse und obenliegende Führerstandsziffern, war aber weiterhin als '110 121-0' unterwegs: Link.
e10ev.de schreibt von einer der ersten Aufnahmen im März 1995 mit 'historischen Schildern': Link.
Dagegen spricht allerdings Martins Bild 8 vom September 1994 aus seinem ganz oben verlinkten Beitrag!
Bis mindestens Sommer 1995 blieb das Dach der E 10 121 noch blau, obwohl schon die komplette Blechregenrinne wieder angebracht worden war (Foto bei Tamm vor dem D 1518):

Zwischen Mai 1995 und Mai 1996 (kann das jemand genauer eingrenzen?) erhielt die Lok nach über 20 Jahren wieder ein silbernes Dach (Koblenz Hbf):

Man erkennt gut, dass die Führerstände ein etwas helleres Blau aufweisen. Im REV-Kasten steht 'Opl' und ein Datum, welches ich nicht sicher entziffern kann. Es sollte sich aber um den '27.2.92' handeln, das Datum der letzten HU. Die nächste HU im Juni 1997 wird als E3 ausgewiesen. Demnach wäre die Lok nach spätestens 2 Jahren nochmal komplett neulackiert worden: Link.
Oder waren es doch nur Teilbereiche mit Neuanstrich? Zwei Monate nach der 'Neulackierung' sah E 10 121 jedenfalls nicht wesentlich anders aus, als ein Jahr zuvor (Köln Hbf vor dem SE 3323):

Weiterhin im Plandienst erwischte ich 110 121 in Köln-Deutz, nun ohne Puffertellerringe:

Die Lok war einer der Stars auf einer Ausstellung in Aachen West, deren Anlass mir nicht mehr geläufig ist:

In ihrem Heimat-Bw Köln-Deutzerfeld traf ich 110 121 auf dem einzelnen Drehscheiben-Stumpfgleis am Ausgang zur Deutz-Mülheimer Straße an. Wahrscheinlich stand die Lok dort schon auf 'Warten' für ihre vorletzte IS600 in Dessau:

Meine letzte Begegnung mit der Lok ohne Drehgestelle fand im Werk Dessau anlässlich ihrer letzten IS600 - offenbar ohnehin die letzte HU bis heute? - statt:

An diesem Aussehen hat sich bis heute nichts geändert. Über den aktuellen Betriebszustand der E 10 121 kann ich nichts schreiben (anscheinend inzwischen ohne gültige Fristen?). Ob sie noch eigenständig fahrfähig ist oder nicht, kann ich hier nicht herauslesen: Link.
Hier die bisherigen Beiträge dieser 'Reihe':
101 124, 126, 130, 131
103 118
103 171
110 149
110 322
110 365
110 466
110 477
111 080
112 491
140 232
140 497
140 706
140 824 und 843
141 140
145 006, 152 040, 185 055
218 012
234 630
290 012
704 005
727 001.